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Assassin`s Creed Origins Zurück zu den (historischen) Wurzeln
Seite 1 \\ Von Rache und Schlangen
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Nach einem Jahr Pause meldet sich Ubisoft mit einer neuen Geschichte aus dem Animus zurück. Dieses Mal geht es nicht weiter vorwärts in der Weltgeschichte, sondern noch weiter zurück, weit vor den ersten Assassinen-Orden. Mit sehr gemischten Gefühlen haben wir auf das Release von Assassin's Creed Origins hin gefiebert. War Unity doch ein großer Fehltritt und Syndicate nach einiger Zeit ein Labyrinth aus Nebenmissionen, Sammelobjekten und Fragezeichen. Hat Ubisoft die Pause genutzt um sich zu besinnen, oder hat das Wort Open-World eine bittere und zugleich fade Note? Wir schlüpften für euch in die Rolle des Titelhelden Bayek und erkundeten das alte Ägypten auf der Suche nach der Antwort - und den Edensplittern.

War Unity mit einem Live-Multiplayer-Modus ein gewagter Schritt in eine zum Teil falsche Richtung, bügelte der Nachfolger Syndicate einige Falten wieder aus der weißen Weste, oder eher dem weißen Assassinen-Gewand der Assassin's Creed Reihe aus. Doch trotzdem wollte die ehemalige Erfolgsformel nicht so recht zünden. Eine seit dem hochgelobten zweiten Teil und seinen beiden Nebenwerken immer größer werdende Zahl an Nebenmissionen, Erkundungsmöglichkeiten, Sammelobjekten und und und - man kann gar nicht alle zusätzlichen Zerstreuungsmöglichkeiten abseits der Hauptgeschichte aufzählen - war mit daran Schuld, dass Assassin's Creed für "zu viel des Guten" stand. Assassin's Creed Origins geht nicht nur mit der Story, die weit vor Gründung der Assassinen spielt, zurück zu den Wurzeln. Die Fragezeichen auf der Weltkarte wurden reduziert, der Entdeckerwille dadurch jedoch gesteigert. In einem belebten und zugleich gespenstisch einsamen alten Ägypten wandert Held Bayek zwischen endlosen Wüsten, eingefallenen Tempeln und prachtvollen Oasen auf der Suche nach dem Mörder seines Sohnes. Dabei deckt er auf, dass es sich hierbei um keinen simplen Vorfall einiger maskierter Ritualmörder handelt, sondern um Mächte und Geheimbünde, weit größer, älter und gefährlicher als ein Komplott von fehlgeleiteten Fanatikern. Assassin's Creed Origins heißt euch willkommen in einem mächtigen Abenteuer in einem Szenario, das noch voller Wunder steckt. Einzig schade: Natürlich geht es nicht ganz ohne den Ausflug außerhalb des Animus. Es wäre zu schön gewesen, nichts von Abstergo wissen zu müssen. Glücklicherweise hält sich die Menge an Ausflügen in die Gegenwart in Grenzen und ist zugleich auch ein bisschen spannend gehalten. Unsere Meinung zu Abstergo: Für die Story des Assassin's Creed Universum unabdingbar, großartig und spannend - für den Spielflow hinderlich und unnötig.


Bayeks Reise führt euch quer durch das alte Ägypten mit all seiner Pracht und seiner Mystik


Ägypten-Urlaub in atemberaubend
Assassin's Creed Spiele zeichnet immer wieder aus, dass sie eine historische Welt bieten, die man absolut nachempfinden kann - insgesamt ein großer Pluspunkt bei Ubisoft, das können sie sehr gut. Assassin's Creed Origins hat hierbei aber den frischen Charme, den Assassin's Creed 2 zuletzt hatte. Bayek ist ein charismatischer Charakter, hat eine spannende Hintergrundgeschichte und ist glaubhaft umgesetzt. Mit ihm erlebt ihr ein facettenreiches Ägypten mit seinen verschiedenen Völkern und Kulturen, der Götterwelt der Ägypter und Griechen - ihr erkundet arme Dörfer, reiche Oasen, gespenstische Wüsten und wie seit langem nicht mehr vergeht hierbei die Zeit wie im Flug. Der von wenigen geschätzte vierte Teil Black Flag bot mit der in Teil 3 kurz angerissenen Seefahrt einen neuen Aspekt der zwar polarisierte, aber seinerzeit das Gameplay definitiv bereicherte und der Spielwelt eine größere Dimension gab. Assassin's Creed Origins bricht viele über die Jahre angehäufte Konzepte herunter auf eine simple Basis. Erkunden, Kämpfen, Erleben. Wir haben in jedem Winkel Ägyptens einen Grund gefunden, inne zu halten und die Welt auf uns wirken zu lassen. 


Verfallene Tempel, halb unter dem Sandmeer begraben gehören auch dazu


Nicht perfekt, aber prächtig
Grafisch ist Assassin's Creed hierbei nicht die oberste Spitze - dennoch sieht alles fantastisch aus. Auch hier gilt weniger ist mehr. So findet ihr gelegentlich leicht starre Dekorationen, Flache Hieroglyphen oder hier und da mal eine nicht zu scharfe Felstextur. Das hat uns aber nichts ausgemacht. Erstens sprechen wir hier wirklich von Details unter dem Mikroskop und zweitens liefert euch Assassin's Creed eine beeindruckende Welt mit dynamischem Tag-Nacht-Zyklus, tollen Partikeleffekten und einer üppigen Pflanzenwelt (zumindest eben in Oasen, ist ja logisch). Auch bei Assassin's Creed Origins sind wir dankbar über den Foto-Modus, der uns etliche Bilder hat schießen lassen. In Verbindung mit einem unaufdringlichen, und atmosphärischen Soundtrack und ebenso einer überzeugenden Soundkulisse ist jeder nächtliche Ritt durch das Sandmeer, jeder Sprint durch die Slums im ägyptischen Viertel von Alexandria, ja jede Minuten in Assassin's Creed ein Erlebnis. 


Wem das zu trocken ist, der kann auch einen Segeltörn machen


Schleiche, Schieße, Schlachte
Assassin's Creed Origins besinnt sich auch in Sachen Kampf auf ein einfacheres Erlebnis. Zwar fehlt uns noch immer das elegante Parieren der frühen Teile, in denen jeder Hieb wie Ballett aussah, dennoch ist das Kampfsystem sauber, strukturiert und fair. Mit einem normalen und einem starken Angriff der Waffenklassen Schwert, Klingen, Zepter, Keule und Speer habt ihr für verschiedenste Kampftypen genug Möglichkeiten zur Auswahl. Mit dem Schild (oder den Langwaffen) könnt ihr zudem Angriffe blocken und parieren, dies ist in den wenigsten Situationen nötig, sieht aber cool aus. Neben den Nahkampfwaffen habt ihr auch diverse Bögen zur Auswahl, auch hier gibt es verschiedene Klassen die euch für unterschiedliche Situationen die richtige Distanz-Antwort finden lassen. Neben den Waffen gibt es noch die üblichen Hilfsmittel, die aber im Vergleich zu Vorgängern eher selten zum Zuge kamen. Und die legendäre verborgene Klinge ist natürlich auch wieder am Start, jedoch wie schon in den letzten Teilen weit weniger präsent. Eine nicht zu blöde KI sorgt in den offenen Kämpfen für in angenehmem Maße fordernde Situationen, die Schwierigkeit könnt ihr im gesamten Spiel einstellen, sodass der Entdecker und der Assassinen-Meister zugleich Spaß finden. Neben menschlichen Gegnern bietet euch die Tierwelt Ägyptens auch eine Herausforderung. Zur Herstellung und zum Handel jagt ihr nicht nur Gazellen, Ziegen, Flamingos und Kraniche, sondern legt euch auch mit aggressiven Krokodilen, gierigen Hyänen, mächtigen Löwen, hungrigen Geiern und schwergewichtigen Nilpferden an - auch hier greift jedes Tier anders an und so müsst ihr euch gut auf die Kämpfe vorbereiten. 


Die perfekte Mischung gibt's wohl in den saftigen Oasen


Ganz sporadisch? 
Natürlich ist Assassin's Creed Origins nicht auf den Umfang des allerersten Assassin's Creed und auch nicht auf den von Assassin's Creed 2, Brotherhood oder Revelations heruntergebrochen. Assassin's Creed Origins hat einen gewaltigen Umfang, spart sich aber seit jeher nervige Features wie zu viele Sammelobjekte, Aktivitäten oder etliche Verfolgungsmissionen. Origins ist in seinem Fortschritt sehr straight, ja, dennoch habt ihr viele Nebenquests, die sich dafür aber meistens im näheren Umfeld abspielen, oder sich über mehrere Abschnitte des Spiels erstrecken. Außerdem ist es euch bedingt möglich alles von vornherein zu erkunden, es gibt wieder Grenzen in Form der Datenwände, diese sind jedoch recht weit gesteckt und bieten euch viel Raum zum Erkunden, doch ist es nicht überall sicher für euch, höher gelevelte Gegner sorgen dafür, dass ihr euch eure Expeditionen zwei mal überlegt. Fast an jedem zu findenden Ort gibt es Schatztruhen, Botschaften oder Quests, und gibt es mal nichts greifbares, dann immerhin ein tolles Szenario. 
 

Da ist sogar der Nationaltrainer zufrieden: Bayek im Gespräch mit Joachim Löw
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Entwickler Ubisoft

Verlag Ubisoft

Das alte Ägypten, der wohl geheimnisvollste Ort der Geschichte und eine Epoche, die das Antlitz der Welt verändern sollte. Der Spieler entdeckt die Geheimnisse hinter den Pyramiden, den vergessenen Mythen, den letzten Pharaonen. Er erfährt die Ursprungsgeschichte der Assassinen-Bruderschaft, geschrieben in längst verschollenen Hieroglyphen. In den letzten vier Jahren hat das Team, das sich auch für das hochgelobte Assassin’s Creed 4 Black Flag verantwortlich zeichnet, an einem Neustart der Reihe gearbeitet. Der Spieler kämpft nun auf eine völlig neue Art und Weise und kann zwischen Fernkampf- und Nahkampf-Waffen ... [...]

Assassin`s Creed Origins
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